Basic Lebenslauf Goethe Kurz
Lebenslauf Goethe Kurz

Johann Wolfgang, Goethe, Biographie - Im einklang mit heinrich heine wurde goethe als "die bemerkenswerten heiden [...] Allgemein in deutschland" bekannt. In seiner stets optimistischen sicht auf die menschliche natur konnte er die dogmen von authentischer sünde und ewiger verdammnis nicht akzeptieren. [193] seine "weltliche frömmigkeit" (ein begriff goethes aus wilhelm meisters wanderjahren) brachte ihn in konkurrenz zu allen international verachtenswerten religionen; er lehnte das ganze übernatürlich ab. [194] in seinem ausgezeichneten hurricane- und drängenschwur, prometheus, beobachtete goethes religiöse revolte seinen stärksten poetischen ausdruck. [195] nicholas boyle sieht in goethes "ausdrücklicher und entrüsteter ablehnung des gottes der pietisten und des verlogenen trostes ihres erlösers". [196] im zweiten vers des rollengedichtes, "ich erkenne nichts ärmeres / unter der sonne als du götter", dann steigert sich die prometheanische revolte am ende der siebenstufigen ode zum trotzigen unterfangen von zeus, dem prometheus schleudert: "hier setze ich mich hin, modelliere menschen / nach meinem bild, / ein geschlechtsverkehr, der mir gleich ist, / durchzukommen, zu weinen, zu genießen, und eine gute zeit zu haben, / und nun deine nicht zu bewundern , / wie ich. ". Bevor goethe im herbst 1788 im thüringischen rudolstadt zum erstenmal schiller persönlich kennenlernte, war jeder von ihnen nun nicht mehr ein fremder geblieben. Sie kannten die frühen arbeiten jedes einzelnen. Schon als schüler der charles-hochschule hatte schiller goethes götz und werther und den ihm bekannten auf dem graduierungsritus seines jahrgangs 1780 als besucher kollektiv mit dem weimarer herzogsstand nach karl eugen begeistert begutachtet. Goethe, der schillers räuber zusammen mit seiner gewalt ablehnte, hatte nach seiner rückkehr aus italien schillers aufsteigenden ruhm mit erstaunen wahrgenommen und später schillers begriffspoesie und seine historischen schriften gewürdigt. [116] schillers urteile und gefühle in richtung goethe sollten mit einem raschen wandel beginnen und so gestaltet sein, dass sie jetzt noch einmal überarbeitet werden. Mehrere fälle nennt er goethe einen "emotionalen blutlosen egoisten". [117] safranski spricht von einer "hassliebe" und zitiert schillers brief an okayörner: "ich bin [...] Ihm gegenüber hasserfüllt, obwohl ich seinen geist von ganzem herzen mag." Zur befreiung von ressentiments und auseinandersetzungen entdeckte schiller später das "prunksystem" (rüdiger safranski): "für den edlen gibt es keine freiheit im gegensatz zur liebe" (goethebrief vom 2. Juli 1796).